Fr, 26. April 2019
11.04.2019 06:00

Polizei sieht‘s anders

Schutzzone: Grazer Volksgarten „menschenleer“

Etwas mehr als einen Monat ist es her, dass Volksgarten und Metahofpark zur Schutzzone erklärt wurden. Die Polizei zieht eine durchaus positive Bilanz: 170 Wegweisungen habe es seitdem gegeben. Die Bilanz der Anrainer und Parknutzer sieht teilweise anders aus: Die Parks seinen schlichtweg leer gefegt, heißt es.

„Komplett menschenleerer Volksgarten. 12.03 Uhr an einem normalen Dienstag“, schreibt Maria Reiner auf Facebook. Sie muss es wissen, immerhin ist sie mit ihrem Verein Annenviertel im Volksgarten sehr aktiv.

Ein Lokalaugenschein der „Krone“ bestätigt Reiners Eindruck. Die Parks sind deutlich leerer, als sie es vor der Errichtung der Schutzzone waren. Es sitzen kaum Menschen auf den Parkbänken, auf dem Spielplatz ist eine einsame Mutter mit ihren zwei Kindern.

Die Maßnahme hat anscheinend nicht nur die „Bösewichte“ vertrieben - 170 Betretungsverbote wurden, laut Polizei, im ersten Monat verhängt. „Wer sind diese Menschen?“ fragt Reiner. „Im Volksgarten gibt es vielleicht 30 Drogendealer, wenn es hochkommt.“

Die Polizei hat eine Erklärung dafür: Die Zahl sei deswegen so hoch, weil es zwei Schutzzonen sind und in vielen Fällen zwei Betretungsverbote ausgesprochen wurden, so Polizei-Sprecher Fritz Grundnig.

Positive Rückmeldungen
Das sich niemand mehr in den Park traue, sehe man nicht so. Im Gegenteil: „Wir haben durchwegs positive Rückmeldungen von Anrainern. Sie sagen, dass man den Park jetzt endlich wieder benützen kann.“

Schutzzone hin oder her: Auch Dealer sind nach wie vor Ort. Zweimal wird uns beim Lokalaugenschein „was zum Rauchen“ angeboten. „Schutzzonen sind sicher nicht die Lösung aller Probleme“, so Grundnig.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter
Christoph Hartner
Christoph Hartner

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