Während Axl Rose seit nunmehr unzählbaren Jahren an einem neuen "Guns n' Roses"-Album herum werkt, haben sich seine ehemaligen Bandmitglieder Slash, Duff McKagan und Matt Sorum einfach den ehemaligen "Stone Temple Pilots"-Sänger Scott Weiland gekrallt und eine neue Band gegründet.
Die nennt sich "Velvet Revolver" und soll KEINEAnspielung auf Guns n' Roses sein. Naja, da haben sich die Jungswohl verspekuliert, weil diesen Gedankengang werden wohl die meistenFans gleich einmal haben.
Wie auch immer, am Inhalt gibt es nichts zu rütteln.Der Musikstil findet sich irgendwo zwischen dem Stadion-Hardrockvon GnR und dem Grunge der Stone Temple Pilots.
Vor allem den ehemaligen Gunners merkt man diewiedergewonnene Freude am Musizieren an. Slash haut ein geilesRiff nach dem anderen heraus, Duff spielt sich am Bass die Fingerwund und im Hintegrund werkt Matt Sorum in gewohnt solider Qualitätam Schlagwerk. Hinter dem Mirko - ja da findet sich dann der größteUnterschied zu alten Guns n' Roses Zeiten. Denn mit Scott Weilandlässt ein komplett anderer Typ als Axl Rose die Stimmbänderschwingen. Aber ebenso wie Axl hat auch Scott alle Varianten drauf.Egal ob fetzig gröhlend wie am Opener "Sucker Train Blues",leicht wehleidig raunzend auf "Do it for the kids" oder ruhigwie auf der wunderschönen Ballade "Loving the Alien".
Alles in allem ein wunderschön rundes Album,das alles drauf hat, was man von Rock-Alben der späten 80erund frühen 90er so gewohnt war: Kraft, Saft und eine PriseSchmalz - und das alles ganz souverän ins neue Jahrtausendtransportiert. Einfach schön!
Fazit: 9,5 von 10 nicht-mehr-Rosen-umschlungenen-Revolvern
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