400.000 Euro Schaden

Sängerknaben bitten Konzertsaal-Gegner zur Kasse

Österreich
10.03.2010 20:20
Die Besetzung der Baustelle im Augarten wird die Konzertsaal-Gegner teuer zu stehen kommen: Nicht weniger als 400.000 Euro Schaden haben sie mit ihren Aktionen bisher angerichtet - die Wiener Sängerknaben fordern diese Summe bis zum letzten Cent. Auf die Protestierer wird daher eine Flut von Klagen zukommen.

Die Riesenschadenssumme hat sich seit vergangenem September angehäuft: Schließlich sind Arbeiter zu bezahlen, auch wenn sie gewaltsam an ihrer Tätigkeit gehindert werden. Gutachter mussten wieder abbestellt werden - und zerstörte Bauzäune kosten ebenfalls Geld. Neben den Schadenersatzforderungen werden die Augarten-Besetzer überdies wegen Besitzstörung geklagt. Eine Prozesslawine kommt ins Rollen.

Kampieren auf Gelände des Filmarchivs aus Rache?
Trotz dieser wenig erfreulichen Aussichten sind die Konzertsaal-Gegner unbelehrbar. Die Polizei hat sie zwar vom Bauplatz entfernt, aber sie kampieren nun einige Meter weiter - auf dem Gelände des Filmarchivs Austria. Und das ist der nächste Skandal, denn diese Institution erhält Subventionen aus Steuergeldern. Aber möglicherweise ist da auch "Rache" im Spiel, denn das Filmarchiv wollte auf dem Platz des Konzertkristalls ein Kino und ein Museum bauen, ist jedoch mit seinen Plänen abgeblitzt.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung
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