1000 Euro erstritten

Chef belästigt Mitarbeiterin: „War doch nur Spaß“

Ein Chef soll eine junge Leiharbeiterin mehrmals auf ihre Brüste angesprochen haben. Nach der Frage „Darf ich sie angreifen?“ reichte es der Frau dann. Sie wandte sich an die Arbeiterkammer, vor Gericht sagte der Vorgesetzte: „Das war doch alles nur Spaß.“ Sie bekam 1000 Euro Schadenersatz wegen sexueller Belästigung.

Mit dem Satz „Das war doch alles nur Spaß“ wollte sich der direkte Vorgesetzte einer jungen Leiharbeiterin in einem oberösterreichischen Produktionsbetrieb vor Gericht aus der Verantwortung ziehen. Die Frau war insgesamt drei Jahre im Betrieb angestellt, erst nach ihrer Kündigung zeigte sie die Vorfälle an. Der Beklagte unterstellte der Frau, sie wolle sich lediglich an ihm rächen.

Chef gab Bemerkungen zu
Tatsächlich hatte sie die Vorfälle aber bereits früher gegenüber dem Betriebsrat zur Sprache gebracht und gebeten, ihre Schilderungen geheim zu halten. Das bestätigte der Betriebsrat auch vor Gericht. Der Chef versuchte, die Vorfälle als Kleinigkeiten abzutun, gab dabei sogar zu, anzügliche Bemerkungen gemacht zu haben - jedoch „nur aus Spaß“.

Das Gericht entschied, dass dies nicht von Relevanz sei, und verurteilte den Mann zu einer Zahlung von 1000 Euro an die ehemalige Angestellte.

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