Täter verhaftet
Australien: Kein rassistisches Motiv bei Kindstötung
Der Bub war am Donnerstag aus dem Haus verschwunden, in dem er mit seinen Eltern Urlaub machte. Seine Mutter hatte gerade geduscht, der Vater war außer Haus. Wenig später wurde die Leiche des Kindes 30 Kilometer entfernt in einem Straßengraben gefunden. Eine Autopsie ergab zunächst keine eindeutige Todesursache.
Die Polizei geht davon aus, dass der 23-jährige Taxifahrer das Kind stundenlang bewusstlos im Kofferraum seines Wagens herumgefahren und dann am Straßenrand abgelegt hat. Was zuvor passiert ist, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Immer wieder rassistische Übergriffe
Die Polizei hatte nach dem Tod des Buben aus Sorge vor möglichen Protestaktionen sofort zur Ruhe aufgerufen. Durch wiederholte Übergriffe auf indische Studenten ist die Beziehung zwischen Australien und seiner indischen Auslandsgemeinde sehr belastet und wurde zuletzt durch den Tod eines 21-jährigen Studenten aus dem nordindischen Punjab, der erstochen in Melbourne aufgefunden worden war, auf eine harte Probe gestellt. Auch die Eltern des getöteten Kindes waren aus Punjab zum Studium nach Australien gekommen.
Erst vergangene Woche hatte Australiens Außenminister Stephen Smith bei einem Besuch in Indien darauf hingewiesen, dass sein Land nach Übergriffen auf Inder seinen guten Ruf wieder herstellen müsse.
Vor einigen Jahren hatten Ausschreitungen gegen arabische Einwanderer in Sydney international für Schlagzeilen gesorgt. Die Regierung des Bundesstaates New South Wales hatte daraufhin eine Kampagne gegen Rassismus ins Leben gerufen.
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