Serienproduktion
Iran beginnt mit Bau von neuer Kurzstreckenrakete
Nach einigen technischen Veränderungen werde sie auch von Hubschraubern und U-Booten aus eingesetzt werden können. Erst im Februar hatte die iranische Marine das erste Kriegsschiff aus landeseigener Produktion in Dienst gestellt. Der 94 Meter lange Zerstörer war auf den Namen "Jamaran" getauft worden.
Der Iran steht im Verdacht, an der Entwicklung der Atombombe zu arbeiten. Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen transportieren könnten, hat das Land bereits. Im Arsenal sind mehrere hundert Geschoße der Typen Shahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen.
Mit den mehrstufigen Raketen Shahab 5 und 6 könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten.
Zweifel an Wirksamkeit von Sanktionen
Unterdessen gibt es neue Zweifel an der Wirksamkeit von Sanktionen gegen den Iran. Denn trotz jahrelangen politischen Drucks auf Teheran ließen die USA einem Zeitungsbericht zufolge über 100 Milliarden Dollar Staatsgelder an Firmen fließen lassen, die auch mit dem islamischen Land Geschäfte machen.
Viele dieser ausländischen und multinationalen US-Unternehmen seien mit zentralen Teilen der iranischen Wirtschaft verwoben, berichtete die "New York Times" am Sonntag. Unter Präsident George W. Bush, aber auch unter Barack Obama habe Washington seit dem Jahr 2000 Verträge über mindestens 102 Milliarden Dollar (75,6 Milliarden Euro) mit diesen Firmen abgeschlossen.
Dazu kämen fast 4,5 Milliarden Dollar an staatlichen Krediten oder Kreditgarantien sowie 500 Millionen Dollar an Forschungszuschüssen, meldete die Zeitung unter Berufung auf offizielle Dokumente und Firmenberichte.
Embargo umgangen
Unter einem umfassenden Embargo sind amerikanischen Firmen seit den 90er Jahren Geschäfte mit dem Iran größtenteils untersagt. Der US-Regierung falle es aber aus politischen, diplomatischen und praktischen Gründen schwer, ausländischen Unternehmen und ausländischen Töchtern von US-Multis ebenfalls vom Handel mit dem Iran abzubringen, schreibt die Zeitung.
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