Vor Richter Günther Böhler zeigte sich die 33-Jährige beim Prozess am Innsbrucker Landesgericht erstmals geständig. Sie gab ihre unzähligen Diebestouren zu. Sie sagte aber: "Ich kann mich an kaum einen Vorfall erinnern, weil ich permanent im Drogenrausch war."
Auch bei ihren Diebstählen im "Ziegelstadel" sei sie "drüber" gewesen. "Weil man dort zu so viel Haschisch und Kokain kommt, wie man nur will", sagte sie.
Bestohlene Patienten, die als Zeugen gehört wurden, konnten sich an die Angeklagte dafür gut erinnern. Sie hatte einfach so getan, als gehöre sie zum Pflegepersonal. "Nach meiner Operation kam sie daher, nahm mich an der Hand und sagte: 'Aufsteh’n, gemma spazier'n!'", berichtete ein Pensionist.
Auf ihrer Runde habe sie ihn im Gang "geparkt" und sei in Krankenzimmern verschwunden. "Ich ging ihr nach und beobachtete sie beim Stehlen", sagte der Zeuge. Nicht rechtskräftiges Urteil: 22 Monate Haft plus Einweisung für Diebstähle von Bargeld und Wertgegenständen, zum Großteil im Zustand der Berauschung.
Symbolbild
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