1700 Euro gefordert

FPÖ bremst bei Mindestlohn: „Neiddebatte meiden!“

Burgenland
17.03.2019 09:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wenige Wochen nach der Angelobung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ist die gute Stimmung in der Landesregierung wohl wieder dahin. FP-Chef Johann Tschürtz hat hinsichtlich des geforderten Mindestlohns von 1700 Euro netto für Beschäftigte in Landes- und landesnahen Betrieben Bedenken geäußert.

Nur eine Frage der Zeit, war das Ende der Harmonie zwischen FP und SP, meinen die Kritiker. Und siehe da, nach wenigen Wochen platzt Landesvize Johann Tschürtz der Kragen. Der FP-Chef befürchtet für den Fall der Einführung des Mindestlohns „eine Neiddebatte“ - innerhalb der Landesbetriebe genauso wie in der Bevölkerung.

„Gerechtigkeit und Fairness müssten gewährt bleiben. Ich bestehe darauf, dass es eine Expertise über die möglichen Auswirkungen gibt“, betont Tschürtz. Genau untersucht werden sollen dabei etwa auch die befürchteten Gesamtkosten des Projekts. Weiters betont der streitbare Widerpart in der Landesregierung, dass die Umsetzung eines entsprechenden Mindestlohns nicht im Regierungsprogramm stehe, er möchte sich aber einer „lösungsorientierten Diskussion“ nicht verschließen.

Für die SP wohl kein Grund zur Sorge. Aus deren Kreisen ist zu erfahren, dass die Verhandlungen erst starten: „Die FP wird sich schon noch bewegen“, so ein hochrangiger Funktionär der Sozialdemokraten zuversichtlich.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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