14.03.2019 13:44 |

Ex-Chef tritt nicht ab

Schwere Gefechte unter Polizisten in Afghanistan

In der Stadt Mazar-e-Sharif im Norden Afghanistans sind nach der Ernennung eines neuen Polizeichefs schwere Gefechte unter Polizisten ausgebrochen. Rund um das Hauptquartier, in das der neue Polizeichef Abdul Rakib Mubaris einziehen sollte, feuerten Ordnungshüter auf ihre Kollegen. Dabei kamen auch Raketen zum Einsatz.

Lokale Medien berichteten, private Milizen hätten sich in der Stadt positioniert. Präsident Ashraf Ghani hatte Mubaris vor wenigen Tagen als Polizeichef der Provinz Balch eingesetzt. Am Mittwochabend hieß es aus dem Innenministerium, der alte Polizeichef weigere sich, seinen Posten zu räumen. Mubaris werde daher von Spezialkräften nach Mazar-e-Sharif begleitet. Das Präsidenten-Dekret werde ohne Verzögerung umgesetzt.

Appell an Einwohner, daheim zu bleiben
Der ehemalige Gouverneur von Balch, Mohammed Atta Nur, hatte die Bewohner der Stadt dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben und Geschäfte nicht zu öffnen. Er warf Kabul vor, einen Komplott gegen Balch zu schmieden. Medien zufolge ist der alte Polizeichef ein Verbündeter des Ex-Gouverneurs.

Gefährlicher Machtkampf in Balch
Atta Nur, der Balch regiert hatte wie ein König, war im Dezember 2017 von Ghani als Gouverneur entlassen worden. Auch er hatte sich monatelang geweigert abzutreten. Der gefährliche Machtkampf zwischen ihm und Präsident Ghani wurde erst nach vier Monaten beigelegt.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter