Dämpfe aus Fluss

Malaysia: Behörden schließen mehr als 100 Schulen

Ausland
14.03.2019 08:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wegen giftiger Dämpfe, die aus einem verschmutzten Fluss steigen, sind in Malaysia mehr als 100 Schulen geschlossen worden. Mehrere hundert Menschen - darunter zahlreiche Schüler - aus der Umgebung des Flusses Kim Kim im Süden des südostasiatischen Landes seien in ärztlicher Behandlung, teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Viele klagen über Atemprobleme und Übelkeit, manche fielen in Ohnmacht. Es wird vermutet, dass die Dämpfe von giftigem Abfall kommen, der in der Stadt Pasir Gudang an der Grenze zu Singapur in den Fluss gekippt wurde.

Schulfrei für Lehrer und Schüler
Das Bildungsministerium ordnete am Donnerstag die Schließung von insgesamt 111 Schulen an, die sich allesamt in einem Radius von drei Kilometern rund um den Fluss befinden. Schüler und Lehrer bekamen schulfrei, „bis sich die Lage gebessert hat“.

Neun Menschen auf Intensivstation
Insgesamt mussten bereits mehr als 500 Menschen behandelt werden, neun lagen auf der Intensivstation. Woher der Abfall kommt, konnte zunächst nicht geklärt werden. Der Verdacht richtet sich gegen den Betreiber einer Anlage, in der Autoreifen aufbereitet werden.

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