Mi, 20. März 2019
11.03.2019 12:34

SP-Kritik

In Notwohnungen lauert Armutsfalle

Die Deckelung der Mindestsicherung pro Haushalt gilt nicht nur für Familien, sondern auch für so genannte Notwohnungen. „Das erschwert deren Bewohnern den Weg zurück aus der Armut aber erheblich“, kritisiert SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Meist treffe diese Regelung übrigens in Not geratene Frauen.

„Jenen, die ohnehin schon nichts mehr haben, hat die Bundesregierung durch ihre Änderungen bei der Mindestsicherung noch mehr weggenommen“, kritisiert die SP-Mandatarin. Denn ab Jänner 2017 galt kurzfristig: Völlig fremde Menschen wurden rechtlich als Wohngemeinschaft betrachtet. Sie bekamen in Summe also nur noch 1500 Euro, die zu gleichen Teilen ausbezahlt wurden.

„Nach scharfen Protesten wurde hier zwar nachgebessert“, sagt Königsberger-Ludwig. „Aber gerade Frauen, die oft unter Gewalt zu leiden hatten und darum in eine Notwohnung mussten, wird es sehr schwer gemacht, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Derzeit erhält die erste Frau in einer solchen Unterkunft die volle Mindestsicherung, jede weitere aber nur noch 75 Prozent.“ Sie kritisiert heftig, dass die Bundesregierung hier nochmals fünf Prozent abschlagen will - siehe Seite 3 in unserer heutigen Printausgabe.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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