70 Lkws voller Müll

Viel Dreck neben den Straßen: Jetzt wird aufgeräumt

Kärnten
01.03.2010 19:01
Plastiksackerln, Dosen und Flaschen: Es gibt fast nichts, das nicht während der Fahrt von Autofahrern am Straßenrand entsorgt wird. "Da wird unser schönes Land versaut", tobt Landeshauptmann Gerhard Dörfler und will sogar Strafen für die Müllsünder. Die "Krone" begleitete "orange Saubermacher" beim Frühjahrsputz.

Mit Abfallpickern und Müllsäcken muss der orange Trupp der Straßenmeistereien jedes Frühjahr ausrücken, um den Dreck der anderen zu beseitigen. Unglaubliche 70 Lkw-Fuhren Müll werden jährlich eingesammelt und entsorgt.

Und was man da alles im Straßengraben findet: Energydrink-Dosen, Fast-Food-Kartons, Verpackungen von Wurstssemmeln, Bierdosen und vieles mehr. "Es ist ja unglaublich: Da setzen sich einige nicht nur betrunken hinters Steuer, sondern betrinken sich sogar während des Fahrens", zeigte sich Landeschef und Verkehrsreferent Gerhard Dörfler beim "Krone"-Ortsaugenschein bei Moosburg bestürzt.

640.000 Euro Steuergeld verschlingt das Saubermachen pro Jahr. Und da sind die Kosten für die Autobahn-Reinigung mit 150.000 Euro noch nicht einmal mit eingerechnet. "Wir könnten damit einen Straßenkilometer bauen oder andere Straßenstücke sanieren", ärgert sich Dörfler über die "Wegwerf"-Moral einiger Kärntner.

Saftige Geldstrafen für Müllsünder?
"Wenn’s so weitergeht, dann werden wir uns ernsthaft Gedanken machen müssen, ob wir nicht saftige Geldstrafen für Müllsünder einführen. Denn was spricht dagegen, den Unrat zu Hause zu entsorgen, wenn man aus dem Auto aussteigt. Außerdem sind überall Mülltonnen binnen zehn Minuten erreichbar."

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone" 

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