„Wir sind ein Unternehmen in einer höchst spannenden Industrie. Und es ist eine noch spannendere Zeit für diese Industrie.“ So beschreibt Polytec-Chef Markus Huemer die Situation, in der sich der von ihm geführte Automobilzulieferer befindet. Die Hörschinger wollen die Umbrüche zum Wachstum nützen, haben wie Flugzeugteilehersteller FACC die Angel nach Zukäufen ausgeworfen.
Rund 4400 Mitarbeiter sind derzeit bei der von Hörsching aus agierenden Polytec beschäftigt. Geht’s nach Markus Huemer, kommen bald noch ein paar dazu. Zwar schließt der Automobilzulieferer heuer zwei Standorte in Deutschland, schaut sich aber zugleich nach Möglichkeiten um, wo es Zukauf-Potenzial gibt.
“Es wird Gelegenheiten geben“
„Turbulenzen in unserer Branche haben uns immer Spaß gemacht, die meisten in unserer Branche sind nicht so solide aufgestellt wie wir“, sagt jener Mann, der mit Jahreswechsel die Nachfolge von seinem Vater und Firmengründer Friedrich Huemer angetreten hat. Bislang gibt’s in puncto Übernahmen noch nichts Konkretes, so der Chef des Kunststoffverarbeiters, der sicher ist: „Es wird Gelegenheiten geben.“ Auch sonst hat die Firma die Spendierhosen an: Zwischen 2017 und 2021 investiert Polytec rund 250 Millionen Euro. „Vorwiegend in Automatisierung“, so Huemer.
Bis zu 500 Millionen Euro
Und was hat die FACC am Radar? Der Flugzeugteilehersteller ist auf extrem hoher Flughöhe unterwegs, die Auftragslage in der Luftfahrtbranche ist gut, das von Robert Machtlinger geführte Unternehmen ist für die nächsten sieben Jahre ausgelastet. Damit nicht genug wollen die Innviertler weiter wachsen, auch durch Zukäufe. Bis zu 500 Millionen € könnten dafür in die Hand genommen werden.
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