Neues Konzept ist fix

Gewaltschutz: Land nimmt Asylquartiere in Pflicht

Einstimmig hat gestern, Montag, die Landesregierung das Gewaltschutzkonzept beschlossen. Mitarbeiter der 266 Asylquartiere müssen nun anhand eines Leitfadens potenzielle Gewalttäter sowie Flüchtlinge mit falschem Verständnis unserer Gesellschaftswerte melden. Experten kümmern sich um die Problemfälle.

Der schreckliche Mord eines Asylwerbers an einer 16-jährigen Steyrerin im Dezember des Vorjahres hat in der Landespolitik die Alarmglocken schrillen lassen. Zwei Monate später rollt das Land nun das Gewaltschutzkonzept mit zwei neuen Projekten aus. Künftig werden Experten des auf Konfliktregelung spezialisierten Vereins „Neustart“ persönlich auf gewalttätige sowie zu Gewalt bereite Flüchtlinge zugehen.

Schulungen für Mitarbeiter
Die Meldungen über die Problemfälle erhalten sie direkt aus den 266 Asylquartieren des Landes. „Dass wir Namen von problematischen Personen erfahren und auf sie eingehen, unterscheidet sich gänzlich von anderen Konzepten“, stellt Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) fest.

100.000 € für Projekte
Das zweite Projekt – ebenfalls mit 50.000 € dotiert – widmet sich Personen mit einem falschen Verständnis unserer Gesellschaftswerte, wie etwa der Gleichstellung von Mann und Frau. „Menschen, die bei uns Schutz suchen, müssen unser Rechts- und Werteverständnis erlernen“, steht für LH Thomas Stelzer (VP) außer Frage.

Workshop mit Soziologen
Auch in diesem Fall müssen die Mitarbeiter der Flüchtlingsheime genau hinsehen und hinhören. Deshalb wird bei einem Workshop am 20. März der Soziologe Kenan Güngör über den „Umgang mit dem Ehrbegriff bei Teilen islamischer Männer“ referieren und die Belegschaft sensibilisieren.

Verlegungen nicht ausgeschlossen
Sollten die Integrationsverweigerer dennoch nicht kooperieren, schließt Anschober Quartierverlegungen nicht aus: „Ein Ortswechsel ist bei vielen Flüchtlingen unbeliebt!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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