Mi, 20. März 2019
16.02.2019 19:01

90 Menschen gerettet

Video: Hier stürzt Decke in Uni-Gebäude herunter

Während der Lehrveranstaltungen sind am Samstag Teile eines Gebäudes der Universität in der russischen Metropole St. Petersburg eingestürzt. Dutzende Studenten und Mitarbeiter seien für kurze Zeit eingeschlossen gewesen, teilte der Zivilschutz mit. Knapp 90 Menschen konnten aus dem zerstörten Gebäude gerettet werden. Dramatische Aufnahmen eines Augenzeugen zeigen die Momente des Einsturzes aus nächster Nähe (siehe Video oben).

Mehrere Stockwerke des Gebäudes der Nationalen Forschungsuniversität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik seien am späten Nachmittag teilweise eingestürzt, hieß es.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie sich innerhalb weniger Sekunden Risse an Wänden bildeten und diese einknickten. Mindestens vier Stockwerke brachen ein. Nur ein Teil der Studenten konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

„Plötzlich lautes Knarren und ungewöhnliche Geräusche“
„Wir haben mitten im Unterricht plötzlich ein lautes Knarren und ungewöhnliche Geräusche gehört“, sagte der Rektor Wladimir Wassiljew der Agentur Interfax. „Dann sind wir alle aus dem Gebäude gestürmt: Professoren, Studenten und Mitarbeiter.“ Einige seien über die Feuerleitern ins Freie gelangt.

Das Gebäude liegt im historischen Zentrum der Millionenstadt. In einem der Stockwerke sollen unmittelbar vor dem Einsturz kleinere Reparaturarbeiten vorgenommen worden sein. Die Behörden ermittelten, ob dabei alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden.

Immer wieder Einsturz von Gebäuden in Russland
In Russland kommt es immer wieder zum Einsturz von Gebäuden. Erst am Silvestertag war in der Industriestadt Magnitogorsk in Sibirien ein Wohnhaus bei einer Gasexplosion zerstört worden. Dabei waren rund 40 Menschen ums Leben gekommen.

Häuser in Russland sollen mindestens einmal pro Jahr auf Mängel kontrolliert werden, vielfach wird dies jedoch nicht eingehalten. In ältere Wohnhäuser wird zudem kaum noch investiert, viele sind marode und baufällig.

 krone.at
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