16.02.2019 10:15 |

Bilanz 2018

Jeden Tag rückten Tirols Feuerwehren 48 Mal aus

Ein einsatzreiches Jahr haben die Tiroler Feuerwehren hinter sich. 17.587 Alarmierungen bedeuten umgerechnet jeden Tag 48 Einsätze. Auffallend in der Jahresbilanz: Die Zahl der technischen Einsätze nahm deutlich zu. Unwetter waren ein Grund dafür. Und: Die Zahl der Fehlalarme ist höher als jene der Brände.

Das Aufgabenspektrum der Tiroler Feuerwehren ist riesig. Vom Beseitigen einer Ölspur auf der Straße bis zum Großbrand reicht die Palette. 17.587 Einsätzen in Vorjahr bedeuten ein Plus von rund 750 Alarmierungen. Umgerechnet waren Tirols Florianijünger 183.263 Stunden im Einsatz.

Gerufen, obwohl gar nicht zuständig
Der Großteil betrifft so genannte technische Einsätze (9687) bei Unfällen, Unwettern oder anderen Gefahrenmomenten. Die Zahl der technischen Einsätze nimmt rasant zu. Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl führt das auch auf eine Entwicklung zurück, die er mit gemischten Gefühlen beobachtet: „Es ist wichtig, dass es in allen Orten eine Feuerwehr gibt. Und wir sind froh, dass die Bevölkerung unsere Arbeit schätzt. Es kommt aber immer öfter vor, dass wir in Situationen helfen müssen, für die wir nicht zuständig sind. Ein Ast auf der Straße, ein steckengebliebener Lift – sofort werden wir alarmiert.“

Insgesamt 3222 Fehl- und Täuschungsalarme
Feueralarm ohne Notfall – auch das kommt relativ häufig vor. 3222 Fehl- oder Täuschungsalarme im Vorjahr zeugen davon. Die Zahl ist höher als jene der tatsächlichen Brände (3144). Und sie ist seit Jahren konstant hoch. „Nicht die Fehlalarme sind das größte Problem, sondern die Täuschungsalarme. Etwa, wenn bei einer Baustelle mit Rauchentwicklung der Feueralarm ausgelöst wird, obwohl nie Gefahr besteht“, nennt Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl ein Beispiel. Aufklärung sei derzeit das einzige Mittel, um diese Entwicklung in Schach zu halten.

Florianijünger kämpften gegen 3144 Bränden
In Schach halten mussten Tirols Feuerwehren im Vorjahr auch 3144 Brände – die meisten in Innsbruck (1491), die wenigsten im Bezirk Reutte (89). Der größte und schwierigste Einsatz des Vorjahres war der Brand im Seniorenheim St. Josef in Schwaz. „Die Evakuierung von Menschen mit Gehbehinderungen ist eine große Herausforderung. Und bei 50 Heimbewohnern nicht den Überblick zu verlieren, ist eine zusätzliche Aufgabe“, erklärt der Feuerwehr-Chef.

358 Feuerwehren gibt es in Tirol. Insgesamt haben sie 32.537 Mitglieder, eine Steigerung von 200 Personen gegenüber dem Jahr 2017. Was den Kommandant besonders freut, ist die Entwicklung im Jugendbereich. 1647 Mädchen und Buben waren Ende des Jahres in der Mitgliederliste geführt, das sind um 120 mehr als ein Jahr zuvor. Für Nachwuchs ist also gesorgt.

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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