Drama in Marokko
Mindestens 40 Tote bei Einsturz von Minarett
Das Minarett der Bab-Berdieyinne-Moschee stürzte nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums Freitagmittag ein. Aus Behördenkreisen verlautete, zu dieser Zeit sei die Moschee voller Menschen gewesen, die sich nicht nur zum islamischen Freitaggebet, sondern auch zu Ehren eines Verstorbenen versammelt hätten. Außer dem Minarett stürzte ein Teil des Moscheedachs auf die Gläubigen.
Rettungskräfte fanden nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes 40 Todesopfer, das marokkanische Innenministerium hatte zuvor von 36 Toten gesprochen. Die Opferzahl droht nach Angaben der örtlichen Behörden weiter zu steigen. Die 71 Verletzten wurden in nahe gelegene Krankenhäuser sowie in besser ausgestattete Krankenhäuser im rund 60 Kilometer entfernten Fes gebracht.
Retter graben mit bloßen Händen
Das marokkanische Fernsehen zeigte, wie hunderte Menschen nach Überlebenden suchten. Mit Schaufeln oder den bloßen Händen gruben sie bis in die Nacht hinein in den Trümmern oder bildeten Ketten, um die Trümmer beiseite zu räumen.
Die Unglücksursache ist noch unklar. Der staatliche Fernsehsender machte die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage für den Minaretteinsturz verantwortlich. Der Regen hatte bereits Überschwemmungen mit mehreren Todesopfern verursacht.
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