12.02.2019 09:51 |

Nun im Irak

Pentagon-Chef setzt seine Überraschungstour fort

Nach seinem überraschenden Besuch in Afghanistan am Montag ist US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Dienstag zu einem ebenfalls nicht angekündigten Besuch in den Irak gereist. Bei dem Besuch dürfte es vor allem um die künftige US-Militärpräsenz im Irak gehen. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich mit der Äußerung für Empörung gesorgt, dass US-Streitkräfte vom Irak aus „den Iran überwachen“ sollten.

Trump hatte Anfang Februar in einem Fernsehinterview gesagt, die USA wollten den irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad „behalten“, um von dort aus „den Iran zu überwachen“. Im Irak, wo es schon lange Forderungen nach einem Abzug der US-Truppen gibt, stießen diese Äußerungen auf Protest. Präsident Barham Saleh sagte, die irakische Verfassung verbiete „die Nutzung des Irak als Stützpunkt, um ein benachbartes Land zu attackieren“. US-Truppen seien auf der Grundlage gemeinsamer Vereinbarungen im Irak, und jede Aktivität außerhalb dieses Rahmens sei „inakzeptabel“.

Trump hatte die Iraker bereits verärgert, als er zu Weihnachten zu einem Truppenbesuch nach Ain al-Assad gereist war, ohne dabei Vertreter der irakischen Regierung zu treffen (Bild unten). Offiziell unterhalten die USA keine eigenen Stützpunkte mehr im Irak, sondern haben nur Militärberater auf irakischen Basen stationiert, um die irakische Armee auszubilden und im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat unterstützen.

Erste Auslandsreise des neuen Verteidigungsministers
Am Montag war Shanahan bereits nach Afghanistan gereist und hatte sich in Kabul mit Präsident Ashraf Ghani getroffen. Es ist die erste Auslandsreise von Shanahan, der seit Jänner den zurückgetretenen US-Verteidigungsminister Jim Mattis ersetzt.

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