Stadtsenat: "Zuviel!"

Für Regionalbahn: Kleines Areal sollte 3 Millionen kosten

Tirol
17.02.2010 15:11
Für die Trasse der geplanten Regionalbahn braucht die Stadt einen kleinen Teil des Grundes in der Bruneckerstraße. Der Eigentümer, ein Investor, der damit große Pläne hat, sollte dafür drei Millionen Euro erhalten. Der Stadtsenat zeigt sich damit jedoch nicht einverstanden und fordert eine "nachvollziehbare Bewertung".

Weil Bürgermeisterin Hilde Zach erkrankt ist, präsentierten Vizebürgermeister Eugen Sprenger (VP) und die Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter (SP) die Ergebnisse des Stadtsenates. Und zeigten sich gar nicht begeistert darüber, dass die Stadt an den Investor für das relativ kleine Areal, das sie für den Trassenbau der Regionalbahn braucht, drei Millionen Euro bezahlen sollte. 

"Das ist eindeutig zuviel"
"Dabei konnte uns nicht einmal mitgeteilt werden, wie diese Summe zustande kam. Wir fordern daher erst einmal eine nachvollziehbare Bewertung dafür an", erklärte Sprenger. Ins gleiche Horn stieß auch Pokorny-Reitter: "Das ist eindeutig zuviel und würde auf künftige Ablöseverhandlungen eine fatale Auswirkung haben."

Interessante Zahlen aus dem Bereich des sozialen Wohnbaus hatte die Stadträtin auch parat. So wurden im Jänner 118 Bewerber für 97 Miet- und 21 Eigentumswohnungen der Stadt in die Bewerbungslisten aufgenommen. 

Und eine ziemlich überraschende Zahl: Zwischen 400 und 500 Bewerber fallen pro Jahr aus dieser Liste heraus, ohne dass sie auch eine Wohnung erhalten hätten. Viele davon hatten auch das dritte Angebot der Stadt für die ihnen zugedachte Unterkunft schlichtweg abgelehnt.

von Werner Kriess, Tiroler Krone

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