05.02.2019 06:50 |

Premier erkrankt

VdB in Israel: Netanyahu-Treffen erneut abgesagt

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird bei seinem Staatsbesuch in Israel auch am Dienstag nicht mit Premierminister Benjamin Netanyahu zusammentreffen. Grund ist eine Erkrankung Netanyahus. Er kontaktierte Van der Bellen Montagabend persönlich per Telefon und erklärte, dass er den Termin nicht wahrnehmen könne, da er sich nicht wohl fühle.

Ursprünglich war für Montagnachmittag ein Arbeitsgespräch zwischen Van der Bellen und Netanyahu angesetzt gewesen, dieses wurde dann auf Dienstagvormittag verschoben. Nun hält auch dieser Zeitplan nicht. Er versuche alles, um noch einen Termin bis zur Abreise Van der Bellens am Donnerstag zustande zu bringen, teilte Netanyahu dem Gast aus Österreich telefonisch mit.

Netanyahu steht unter Druck
Israels Premierminister steht vor den Parlamentswahlen am 9. April unter Druck. Ihm drohen Anklagen in drei Fällen wegen Bestechlichkeit und Bestechung. Es geht um Geschenke reicher Geschäftsfreunde und um den Versuch, die Berichterstattung über ihn und seine Familie zu steuern. Eine Erklärung des Generalstaatsanwalts wird noch für Februar erwartet. Der 69-Jährige mit dem Spitznamen Bibi wies bisher alle Vorwürfe zurück. Seine Likud-Partei steht weiter hinter ihm und führt auch in den Umfragen.

Für Van der Bellen steht der Dienstag nach der Absage bzw. neuerlichen Verschiebung des Termins mit dem israelischen Regierungschef nun ganz im Zeichen der Palästinenserfrage. Der Präsident fährt am Nachmittag nach Ramallah, trifft dort den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und legt am Mausoleum des ehemaligen PLO-Chefs Yasser Arafat einen Kranz nieder.

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