Chaos in Athen
Schießerei und Bombe: Ein Toter und drei Verletzte
Kurz vor der Explosion der Bombe hatte ein Unbekannter bei einer Zeitung angerufen und vor der Detonation gewarnt. Die Bombe war nach ersten Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden vor dem Eingang der Bank im zweiten Stockwerk eines Gebäudes im vornehmen Stadtteil Kolonaki installiert. Verletzt wurde niemand.
Die Polizei vermutet, dass die linken Gruppen "Volksaktion" oder "Revolutionärer Kampf" und "Revolutionäre Sekte" hinter diesen Anschlägen stecken könnten. Diese und andere kleinere Organisationen hatten vor wenigen Monaten den Aufbau einer "Stadt-Guerilla" angekündigt. Griechische Medien gingen davon aus, dass eine dieser Untergrundorganisationen sich damit erstmals zur Krise im Zusammenhang mit dem enormen griechischen Defizit "äußerte".
Terroristen hatten in den vergangenen Monaten Dutzende Bombenanschläge verübt und Polizisten angegriffen. Ein Beamter wurde getötet. Zudem wurden mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus und Banken sowie staatliche Einrichtungen verübt.
Unbeteiligter stirbt bei Schießerei
Bereits zuvor war bei einer wilden Schießerei zwischen Kriminellen und der Polizei ein unbeteiligter Mann ums Leben gekommen. Zudem wurden drei Polizisten verletzt. Die zwei mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, berichtete der griechische staatliche Rundfunk. Augenzeugen sprachen von mindestens zwei Handgranaten, die detonierten, und Dutzenden Schüssen. "Es war eine wilde Schießerei. Handgranaten detonierten. Es war wie im Krieg", sagte ein Augenzeuge im Radio.
Wie es aus Polizeiquellen hieß, ereignete sich der schwerwiegende Zwischenfall in der Athener Vorstadt Vyron. Die Polizei versuchte, zwei wegen mehrerer Raubüberfälle gesuchte Kriminelle festzunehmen. Als diese die Polizisten bemerkten, eröffneten sie das Feuer. Das Todesopfer ist ein Handwerker, der in der Nähe des Tatorts arbeitete und zufällig in den Kopf getroffen wurde. Er soll auf der Stelle gestorben sein, hieß es im griechischen Radio weiter.
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