Alarm schon im Herbst:

Nicht der erste Hilferuf aus Krankenhaus Freistadt

Der aktuelle Hilferuf aus dem Krankenhaus Freistadt in Form eines offenen Briefes der Betriebsratschefin ist nicht der erste. Schon im Oktober 2018 forderte sie öffentlich 20 Pflegekräfte mehr und intern gab es „unzählige Gespräche“ mit dem Gespag-Vorstand. Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) schaltet sich nun ein.

Die bisher größte Steigerung bei der Zahl der Pflegekräfte imZeitraum 2010 bis 2018 gab es im Wahljahr 2015, wie die Tabelle des Gespag-Vorstands zeigt. Sie stammt aus dem Antwortschreiben vom Freitag von Karl Lehner und Harald Schöffl an Betriebsratschefin Silvia Rentenberger-Enzenebner, über deren „Hilferuf“ bezüglich Überlastung der Pflegekräfte wir berichtet haben.

Zusätzliche Planstellen dazugekommen
Der Text der Vorstände zur Tabelle: „Richtig ist, dass es zu Steigerungen im Bereich der stationären und ambulanten Frequenzen im Jahr 2018 gekommen ist, dem stehen auch entsprechende zusätzliche Planstellen gegenüber.“

„Unzählige Gespräche, unzählige Mitteilungen“
Die Betriebsratschefin verweist in ihrem Brief auf „unzählige Gespräche“ mit dem Gespag-Vorstand samt Personalleiter und unzählige schriftliche Mitteilungen„bezüglich Personalmangel, hohe Zeitguthaben, hohen Arbeitsanfall.“ Aus ihren Darlegungen könnte man schließen, dass alles ärger wurde.

Gespag-Vorstand weist Vorwürfe zurück
Der Vorstand weist das zurück: „Die Gespag hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Ihre Anregungen ernst nimmt und hat jedes Mal eingehende Analysen vorgenommen. Ihren Vorwurf, auf Hinweise nicht reagiert zu haben bzw. einen Personalmangel bewusst in Kauf zu nehmen, müssen wir daher klar und deutlich zurückweisen“.

Haberlander ermuntert zu Gesprächen
Der Vorstand hat der Betriebsrätin ein weiteres Gespräch angeboten. Landesrätin Haberlander unterstützt das und lässt sich vom Vorstand näher über Freistadt informieren.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Oberösterreich

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.