Zu viel getrunken...

Schikane? Doping-Test von Scheiber dauert eine Stunde

Tirol
16.02.2010 16:23
Auf der Piste hatte Mario Scheiber läppische 21 Hundertstel Verspätung, danach ungleich mehr. Erst nach über einer Stunde kam er aus dem kleinen Kammerl, in dem die Doping-Kontrolle durchgeführt wird.

Es hatte so lange gedauert, weil das spezifische Gewicht des abgegebenen Urins einen bestimmten Wert nicht unterschreiten darf.  Aber das war nach den Unmengen an Flüssigkeit, die er an diesem Abfahrtstag zu sich genommen hatte, der Fall. Er durfte deshalb vor der dadurch notwendig gewordenen zweiten Probe nichts mehr trinken und brauchte  so fast unendlich lange.

Wie Scheiber verriet, war es nicht seine erste Kontrolle bei diesen Spielen. Bereits davor waren die Dopingjäger ins Olympische Dorf gekommen, um die Ski-Läufer zu kontrollieren. 

Vielleicht hatten sie auf einen ähnlichen Skandal wie in Turin 2006 gehofft. Damals geriet Österreich (zu Unrecht) ins schiefe Licht. Aber die Sportler gaben mit all ihren Erfolgen die beste Antwort. In Vancouver ist bisher das genaue Gegenteil der Fall: keine Doping-Vorwürfe, keine Triumphe…

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