Der Bau des 50 Millionen Euro teuren Verwaltungszentrums in Klagenfurt stand seit dem Einzug der ersten Beamten 2006 unter einem schlechten Stern. Nach etlichen Pannen klagen Bedienstete jetzt vermehrt über gesundheitliche Probleme, die durch das schlechte Raumklima ausgelöst würden.
Tränende Augen und Kopfschmerzen
"Vor allem, weil die CO2-Werte in den Räumen zu hoch sind, kommt es zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen", weiß die stellvertretende Sanitätsdirektorin Elisabeth Oberleitner von der BSK: "Die Beschwerden reichen von tränenden Augen über Kopfschmerzen bis zu Konzentrationsschwächen."
Wie viele der rund 1.250 Beamten im Verwaltungszentrum davon betroffen sind, lässt sich schwer sagen. Oberleitner: "Wir haben zur Evaluierung angeregt, einen Fragebogen aufzulegen. Das wurde jedoch abgelehnt."
Bei der für den Bau verantwortlichen Landesimmobiliengesellschaft (LIG) räumt man kleinere Probleme ein, die inzwischen aber nachgebessert worden seinen. Die Luftfeuchtigkeit entspreche der Norm, das CO2-Problem habe man mit Sensoren gelöst, heißt es.
Landesrat fordert rasches Handeln
"Das Gebäude wurde unter schwierigen Bedingungen errichtet – es wurde absichtlich auf eine Klimaanlage verzichtet", weiß Johann Polzer von der LIG. Gesundheitsreferent Peter Kaiser fordert rasches Handeln.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.