Regionsausschuss

EU-Prasser lehnen den Sparvorschlag von van Staa ab

Tirol
15.02.2010 15:47
Landtagspräsident Herwig van Staa wurde, bei der letzten Sitzung des Ausschuss der Regionen (AdR) wieder zum Vizepräsident gewählt. Der AdR ist neben EU-Kommission und Rat das dritte Standbein der EU. Er besteht aus 344 Mitgliedern, jedes EU-Land darf analog zu seiner Einwohnerzahl Mitglieder entsenden – Österreich hat insgesamt zwölf Vertreter. Durch den Vertrag von Lissabon wurde auch der Regionenausschuss aufgewertet.

Dass sich der AdR aber bei der letzten Sitzung auch sein Budget um 10% aufgestockt hat, ist van Staa sauer aufgestoßen. "Es kann nicht sein, dass in ganz Europa gespart werden muss, sich die EU-Bürokratie aber eine Budgeterhöhung genehmigt", ärgerte er sich im "Krone"-Gespräch.

Van Staa hat seinen Unmut im Gremium kundgetan und anschließend einen Antrag gegen die Budgeterhöhung eingebracht. "Leider haben mich und die Wiener SP-Gemeinderätin Elisabeth Vitouch nur ein Viertel der Anwesenden unterstützt – wir sind mit unserem Antrag abgeblitzt", erklärt van Staa.

Die Budgeterhöhung wurde übrigens damit argumentiert, dass auch das EU-Parlament künftig um 10 Prozent mehr Geld bekommt.

Nur mehr den Kopf schütteln kann van Staa auch über die Beamtengehälter in der EU-Bürokratie: "Die sind eine reine Provokation!"

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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