"Der hatte die Koksflascherln um den Hals hängen", erzählt ein Zeuge. "Und sein Spitzname war Baron – weil er log wie der Münchhausen."
Sieben Kilo Koks laut Anklage
Einer der ersten, den die Lebensbeichte des derzeitigen Karlauhäftlings vor Gericht gebracht hat, ist ein 39-jähriger Rosentaler. Er soll einst groß im Koksgeschäft gewesen sein: sieben Kilo, sagt die Anklage. Da geht es schon um viel Geld.
Der Stoff wurde aus Slowenien geholt und dann in Kärnten und Salzburg verkauft. Über genaue Hintergründe schweigt der Angeklagte, der vor Richterin Sabine Rossmann eher wie ein Banker als wie ein Dealer wirkt. Sein Anwalt geht es pragmatisch an: Die Menge sei keineswegs so hoch gewesen, da das Kokain mit Milchpulver gestreckt wurde, um mehr Gewinn zu erzielen.
Zehn Jahre Haft drohen
Je weniger Rauschgift, desto niedriger die Strafe – immerhin erwarten den Rosentaler, der schon lange Zeit in Klagenfurt in Untersuchungshaft schmort, bis zu zehn Jahre Gefängnis. Dort bleibt er vorerst auch: Weil Zeugen fehlen und die Koks-Geschichten des "Barons" doch noch zu hinterfragen sind, wurde das Verfahren erneut vertagt.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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