Ärger in Enns und Haag

Kämpfe gegen Funkmasten an Bahngleisen dauern an

30 Meter hoch soll der Handymast der ÖBB werden, für den in Stadt Haag bereits das Fundament betoniert wurde. Anrainer sammelten über 1000 Unterschriften dagegen. Hoffnung gibt ihnen ein ähnlicher Fall in Enns, wo der Streit um einen Masten inzwischen beim Bundesverwaltungsgericht liegt.

Entlang der wichtigsten Bahnstrecken läuft ein Ausbauprogramm für die Mobilfunkversorgung. Auf 1500 Kilometern Strecke werden seit 2016 bundesweit rund 900 Masten errichtet. Im April vorletzten Jahres wuchs in Enns ein Sender in die Höhe. Wie berichtet, wollte Stadtchef Franz Stefan Karlinger den „Riesen“ sofort beseitigen lassen, da die Stadt vorab nicht von den ÖBB über die Errichtung informiert wurde und es keine Genehmigung dafür gab.

Ennser Masten liegt beim Bundesverwaltungsgericht
Wie sich dann herausstellte, sollte es sich bei dem Masten um eine Bahnanlage handeln, für die kein extra Bescheid nötig ist. Eine Bürgerinitiative rund um Hans Schillinger wollte das nicht hinnehmen, ist inzwischen mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht angelangt: „Wir sind der Überzeugung, dass die ÖBB in Enns rechtswidrig vorgegangen sind und sich das nun in Haag wiederholt.“ Dort wurde neben einem Freizeitzentrum ein Fundament betoniert, der Mast steht noch nicht. „Wir haben über 1100 Unterschriften gesammelt, beraten uns mit den Ennsern“, sagt Petra Königshofer.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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