Viele "Gurtenmuffel"

Gleich 607 Insassen in Tirol an nur einem Tag abgestraft

Tirol
09.02.2010 09:53
Heuer steht das Thema Sicherheitsgurt/Kindersicherung auf der Prioritätenliste der Tiroler Polizei ganz oben. Gleich die erste Schwerpunktaktion brachte ein erschreckendes Ergebnis: 607 Fahrzeuginsassen mussten wegen Missachtung der Anschnallpflicht oder wegen fehlender Kindersicherung bestraft werden.

21 Anzeigen gab es wegen Missachtung der Kindersicherungspflicht, 586 Mal mussten Anzeigen oder Organmandate verhängt werden. Besonders heikel sind dabei die Verstöße gegen die Kindersicherung. Sie sind ein Vormerkdelikt und werden gespeichert, da für die Kinder ein weit höheres Risiko besteht, bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt zu werden.

Tirols Polizei-Verkehrschef Markus Widmann hat auch wenig Verständnis für "Gurtenmuffel": "Gerade Unfälle aus der jüngsten Vergangenheit wie Fahrzeugabstürze auf Bergstrecken und Frontalkollisionen untermauern einmal mehr die lebensrettende Funktion des Sicherheitsgurtes. Auch ein Airbag könne seine volle Wirkung nur entfalten, wenn die Insassen (auch hinten) angeschnallt sind."

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