Ein teurer Winter

Rekordverdächtig: 18.000 Tonnen Salz in Kärnten verstreut

Kärnten
08.02.2010 17:54
Mehr als 7.000 Fahrbahnkilometer müssen in Kärnten von den Winterdiensten betreut werden. Und es wird ein sehr teurer Winter - gemessen an den bisher verbrauchten Streusalzmengen und den Einsatzstunden der Räumungstrupps.

9.000 Tonnen Streusalz wurden zu Beginn des Winters vom Straßenbauamt des Landes in 56 Silos eingelagert. Bereits die doppelte Menge davon wurde bisher auf den rund 5.700 Fahrbahnkilometern der Landes- und Bundesstraßen in Kärnten verbraucht.

"Deutlich über Winter-Durchschnitt"
"Damit liegen wir deutlich über dem Winter-Durchschnitt, der 13.000 Tonnen beträgt. An den Rekordwinter von 2008/09 mit 38.000 Tonnen Salz werden wir aber hoffentlich nicht herankommen", so Manfred Prentner von der Straßen- und Brückenabteilung des Landes. Mit 1.300 Tonnen ebenfalls über dem Durchschnittsverbrauch liegt Klagenfurt, wo 700 Kilometer Straßen und 110 Kilometer Radwege zu betreuen sind. Das 500 Tonnen fassende Lager wurde bereits drei Mal nachgefüllt.

"Die hohen Kosten werden allerdings nicht durch das Salz verursacht. Teuer ist vor allem die Räumung der Verkehrsflächen. Ein Tag Schneeräumung kostet die Stadt rund 100.000 Euro", so Michael Pirker, der Einsatzleiter des Winterdienstes.

von Wilfried Krierer, "Kärntner Krone"

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