15.01.2019 07:00 |

Ski Alpin

Rolands „Flucht“ in den Europacup

Vize-Weltmeister Leitinger sucht nun über die „2. Ski-Liga“ die WM-Form. Sonntag musste er aus dem heimatlichen St. Martin „fliehen“: Durch das Schneechaos in Salzburg wäre er beinahe aus seinem Heimatort nicht mehr weggekommen.

Das Schneechaos hält Salzburg in Atem – die Skistars sind manchmal mittendrin. Wie Roland Leitinger, der RTL-Vize-Weltmeister von 2017. Der Samstag nach seiner Nicht-Qualifikation für den zweiten Durchgang aus Adelboden „floh“, aber daheim in St. Martin bei Lofer auch bald in die Flucht getrieben wurde. „Sonntag kurz vor 17 Uhr wurden die Zufahrten gesperrt, da bin ich vom Sofa aufgesprungen und Richtung Reiteralm gedüst.“ Und zwar ins Team-Hotel Pichlmayrgut. Denn der 27-Jährige wollte – wie ÖSV-Kollege Stefan Brennsteiner – Montag den Europacup-RTL auf der Reiteralm bestreiten. Der wurde wegen widriger Bedingungen jedoch abgesagt. Die „Flucht“ in die 2. Ski-Liga bleibt jedoch aufrecht. „Ich werde Donnerstag nun am Kronplatz in Südtirol fix starten.“

Das Wichtigste: Den Rennrhythmus aufrecht zu erhalten, da vor der WM in Åre nur noch ein Weltcup-RTL am 3. Februar in Garmisch wartet. Und die WM ist für Roli nach Rang 45 in Adelboden („Das war wie ein Vorschlaghammer“) längst nicht fix. „Bei den glatten Bedingungen war ich vom dritten Tor weg überfordert. Aber das war nicht der Status quo, bei guten Verhältnissen habe ich im Training gesehen, dass wieder ein Zug da ist.“ Bis jetzt stehen nach seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr aber erst zwei 23. Plätze im Weltcup auf der Habenseite. „Daher brauche ich nicht Richtung Åre denken. Aber ich habe 2017 vor der WM im Weltcup Ergebnisse um Rang 15 gehabt, bin dann aufs Podest gefahren. Es kann sich schon noch ausgehen“, hofft Roli in Garmisch auf den Durchbruch. Zuvor heißt’s aber einen Schritt zurück. Nach Kronplatz erwägt der Pinzgauer sogar die weite Reise zu den Europacup-Rennen am 23. und 24. Jänner in Courchevel (Fra). Für den WM-Traum muss Roli nun Umwege in Kauf nehmen – wie daheim ein St. Martin.

Herbert Struber
Herbert Struber
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