Autoritätsprobleme

Beamter landet blutend im KH: Haft für “Polizei-Prügler”

Tirol
08.02.2010 14:23
Massive Autoritätsprobleme sind den wiederkehrenden Delikten des Angeklagten offenbar vorangegangen. Zum zweiten Mal sitzt der "Polizei-Prügler" nun. Diesmal schlug er bei einer Verhaftung so wild um sich, dass ein Beamter blutend zusammenbrach. Der Beschuldigte versuchte, auf Zurechnungsunfähigkeit zu plädieren.

15 Monate Haft wegen einer "b'soffenen Gschicht". "Das alles hätte doch wirklich nicht sein müssen", formulierte Richter Andreas Mair nach seiner Urteilsbegründung treffend. Der Herr Rat hatte nämlich bei dem höher gegriffenen Strafmaß keinen Spielraum mehr nach unten: "Die Taten waren eigentlich nicht so gravierend, ihre einschlägigen Vorstrafen lassen mir bei der Höhe der Haftstrafe aber keine andere Wahl mehr."

Mutter angedroht, sie zu töten
Vorgeschichte: Eine Beziehungskrise trieb den 27-Jährigen in die vier Wände seiner Mutter. Dort soll er laut eigenen Angaben viereinhalb Liter Rotwein getrunken haben. Dem nicht genug, warf er einige Tabletten nach. Ein Streit folgte: "Er bedrohte seine Mutter mit dem Tode, sollte diese die Polizei oder die Rettung anrufen", so der Staatsanwalt. Hiervon wurde der 27-Jährige freigesprochen.

Mit Saugglocke auf Polizisten eingeprügelt
Die Exekutive wurde dennoch auf den Plan gerufen: "Der Angeklagte war betrunken und verschanzte sich am Klo, als wir ihn festnehmen wollten", so ein Polizist vor Gericht. Er feuerte mit Seifenspender und Seife auf die Beamten, dann prügelte er mit einer Saugglocke und einer Dose auf die Polizisten ein. "Bei der Fixierung schlug er mich. Mir ist das Blut über die Stirn geronnen. Ich musste in die Klinik", so der Beamte.

von Matthias Holzmann, Tiroler Krone

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