Bekanntes Problem

Wieder Geisterfahrt wegen “Navi” im Strenger Tunnel

Tirol
07.02.2010 11:51
Am Samstagabend ist im Strenger Tunnel auf der Arlberg-Schnellstraße (S16) wieder ein Geisterfahrer unterwegs gewesen. Und wieder war es ein "Navi", das den Lenker aufforderte zu wenden, obwohl die Tunnelröhre nur in eine Richtung befahren werden darf.

Schon im Jänner erlangte ein ganz ähnlicher Fall an der gleichen Stelle mediale Aufmerksamkeit. Die Polizei berichtet, dass es an dieser Stelle wegen falscher "Navi"-Ansagen bereits mehrfach zu Geisterfahrten gekommen sein soll.

Den Bericht zum Vorfall im Jänner gibt's in der Infobox!

Zum Fall am Samstagnachmittag: Der 60-jährige Pole am Steuer war nicht alkoholisiert, verhielt sich bis zum Vorfall entsprechend der Verkehrsregeln und hatte seine Familie im Wagen: eine 5-jährige Tochter und seine Gattin - also nicht gerade der typische Fall für riskante Fahrmanöver oder fahrlässiges Fahrverhalten. Der Mann verpasste jedoch die gewünschte Ausfahrt und wurde dann vom "Navi" zum Wenden aufgefordert. Er nutzte daraufhin die nächste Nische im Tunnel und machte kehrt.

Die Warn- und Ampelanlagen der ASFINAG nahmen die Geisterfahrt sofort wahr und die Sicherheitseinrichtungen wie Rotschaltungen der Ampeln gingen sofort an. Auch der Mann selbst erkannte seinen Fehler und wendete bei der nächsten Nische. Als er daraufhin angehalten wurde, gab er seinen Fehler sofort zu und bedauerte sein Manöver. Er musste eine Sicherheitssumme von 700 € zahlen. Den Führerschein durfte er behalten.

Immer wieder "Geisterfahrten" wegen "Navis"
Der Pole ist kein Einzelfall: Der Fehler bei den Navigationsgeräten an dieser Stelle im Strenger Tunnel ist der Polizei bereits bekannt. Im Jänner passierte einer jungen Deutschen genau das Gleiche und sie kam damit in die Schlagzeilen (Bericht in der Infobox).

Die Beamten berichten jedoch bereits von mehrfachen Vorkommnissen und immer wieder dem gleichen Ablauf: "Die Navigationsgeräte zeigten den jeweiligen Lenkern an, dass sie wenden sollen. Diese Anweisungen befolgten die Lenker und fuhren entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung in Richtung Osten durch die Nordröhre", so die Sicherheitsdirektion in einer Aussendung. "Glücklicherweise kam es bisher dadurch noch zu keinen Verkehrsunfällen."

Symbolbild

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