07.01.2019 18:00 |

An Parteien verkauft

Post als Datensammler löst Sturm der Empörung aus

Zahlreiche Leser haben sich am Montag in der „Krone“-Redaktion gemeldet, um ihren Unmut über das Vorgehen der Post AG kundzutun. Hintergrund: Wie berichtet, sammelt die Post nicht nur persönliche Daten, sondern weist auch die mögliche Parteinähe von Millionen Kunden aus. „Alles legal“, versucht nun die Post zu beruhigen.

„Mail ist raus, bin sehr gespannt, wie die Antwort ausfallen wird“: Immer mehr besorgte Postkunden fordern derzeit per E-Mail jene Daten an, die die Post in den vergangenen Jahren über sie gesammelt hat (die „Krone“ berichtete). Dies ist per Gesetz möglich, eine E-Mail an datenschutz@post.at reicht für die Auskunft.

Die Post versuchte am Montag zu beruhigen: „Wir wissen natürlich nicht, was unsere Kunden bei der letzten Wahl angekreuzt haben“, so Post-Sprecher Michael Homola im „Krone“-Gespräch. „Es handelt sich bloß um Hochrechnungen, die allesamt legal sind. Wir werden vom Rechnungshof geprüft, die Daten sind bei uns in besten Händen.“

„Was passiert mit unseren Daten?“
Viele unserer Leser zeigen sich in der Causa resigniert. So schreibt etwa Leser eisenbeisser: „Heute ist durch elektronischer Datenerfassung fast alles möglich, früher haben das die Tratschweiber im Gemeindebau erledigt und der Briefträger war ihr erster Adressat, noch vor dem Hausmeister.“ Hannibaldererste zeigt Unverständnis für die Arbeitsweise der Post und meint: „Und die Post macht sich die Mühe, diese Daten alle selbst auszuwerten? Die könnten sie doch günstig bei Google oder Facebook kaufen.“

Allgemein scheint das Thema der digitalen Erhebung unserer Werte für Aufruhr zu sorgen. Kate1 gibt sich kämpferisch: „Genau das ist nur ein Beispiel der großen, ach so tollen Digitalisierung. Eine Ablenkung, die uns kaputt machen wird, weil wir zu faul sind, zu hinterfragen, was mit unseren verschenkten, zu leicht hergegebenen Daten, Zustimmungen zu irgendwas, passieren wird.“

Paul Tikal
Paul Tikal
Anna Krupitza
Anna Krupitza
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