Mi, 16. Jänner 2019

„Komplett verschüttet“

07.01.2019 09:35

Skifahrer im Tiefschnee tödlich verunglückt

Ein Skifahrer ist am Sonntag im freien Gelände abseits der Pisten im Skigebiet von Zauchensee (Pongau) tödlich verunglückt. Der 35-jährige Slowene dürfte bei der Variantenabfahrt gestürzt sein. Er blieb im mehr als einen Meter hohen Tiefschnee stecken. Bergretter bargen den Verschütteten mit Hilfe der Pistenrettung. Die Reanimationsversuche der Einsatzkräfte waren vergeblich.

Als Freunde des Slowenen am Nachmittag bemerkten, dass er nach der Tiefschneeabfahrt im Tauernkar nicht bei der Liftstation eingetroffen war, fuhren sie die Strecke nochmals ab. Sie entdeckten den Verschütteten auf einer Seehöhe von rund 1750 Metern, etwa 250 Meter unterhalb der Rauchkopfhütte, und alarmierten die Einsatzkräfte. „Wir waren mit drei Bergrettern in fünf Minuten vor Ort. Der Skifahrer war komplett verschüttet“, schilderte der Ortsstellenleiter der Bergrettung Altenmarkt, Thomas Gotthardt.

Defibrillator eingesetzt
Weil die Bergrettung wegen der prekären Wetter- und Lawinensituation in Zauchensee Bereitschaft hatte, trafen bereits nach zehn Minuten weitere vier Bergretter bei dem Verunglückten ein. Sie begannen sofort mit der Reanimation und setzten dabei einen Defibrillator ein. Zwei Notärzte, zwei Notfallsanitäter und Pistenretter der Liftgesellschaft Zauchensee eilten ebenfalls zu Hilfe.

Der Slowene wurde in einem Akia mit einer Seilwinde bergwärts gezogen, in eine geheizte Hütte gebracht und laut den Einsatzkräften zwei Stunden lang reanimiert. Doch schließlich konnte ein Arzt nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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