Im Mühlviertel:

Tödlicher Herzinfarkt beim Schneeschaufeln

Der erste Schnee im neuen Jahr hat am Donnerstag im Mühlviertel (OÖ) ein Todesopfer gefordert. Ein 60-jähriger Gramastettener brach in der Früh beim Schneeschaufeln zusammen: Herzinfarkt. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Für Kardiologen und Herzchirurgen ein - leider - klassischer Fall: „Wir haben täglich ähnliche Fälle.“

Ersthelfer begannen kurz nach 8 Uhr früh mit den Reanimationsmaßnahmen, ehe Rettungshelikopter C 10 aus Hörsching eintraf. Doch der 60-jährige Gramastettener war nicht zu retten, starb noch an der Unglücksstelle. Er war kollabiert, als er bei etwa drei Grad minus den fünf Zentimeter hohen Schnee wegräumen wollte.

Kälte und Anstrengung sind Killer“
„Es ist wissenschaftlich belegt, dass im Winter die meisten Vorfälle mit Rissen der Herzkranzgefäße passieren und es - neben der Sommerhitze - die meisten Herzinfarkte gibt“, erklärt Dr. Andreas Zierer, Vorstand an der Abteilung für Herzchirurgie an der Linzer Kepler-Uni. Und weiter: „Es kommen zwei Risikofaktoren zusammen: erstens die Kälte, bei der sich die Gefäße im Körper zusammenziehen, zweitens die Anstrengung, wodurch eigentlich mehr Blut benötigt würde. Doch es kommt weniger durch. Das ist die gefährliche Kombination."

16 Prozent mehr Risiko, aber nur für Männer
Eine Studie an 130.000 Patienten ergab, dass im Vergleich zu Tagen ohne Neuschnee um 16 Prozent mehr Herzinfarkte auftreten, und dabei auch die Sterberate um ein Drittel steigt - allerdings nur bei Männern. Banales Fazit der Autoren: „Frauen schaufeln weniger oft Schnee. Das ist Männerarbeit.“

Gut anziehen und aufwärmen
Um das Risiko zu senken, rät der Linzer Herz-Professor, sich immer warm anzuziehen, wenn‘s in die Kälte geht. Außerdem zum „Aufwärmen“ fünf Minuten vor Arbeitsbeginn draußen rund ums Haus zu gehen, sich zu akklimatisieren: „Wenn man da Anstrengung spürt, nicht zur Schneeschaufel greifen.“

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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