Drama in Tierpark

Löwe tötet Praktikantin während Reinigungsarbeiten

Ausland
31.12.2018 08:29

Ein Löwe hat in einem Wildpark in den USA eine Praktikantin angegriffen und getötet. Der Vorfall habe sich bei routinemäßigen Reinigungsarbeiten ereignet. Die 22-Jährige hatte erst seit zwei Wochen in dem Zoo im Bundesstaat North Carolina gearbeitet.

Wie das Büro des Sheriffs von Caswell County am Sonntag mitteilte, sei einer der Löwen aus dem verriegelten Bereich in ein benachbartes Areal geraten. Dort habe er die Frau „sofort getötet“, teilte das Aufnahmezentrum mit. Derzeit sei nicht klar, wie der Löwe den verschlossenen Bereich verlassen habe können, hieß es weiter. Der Park bleibe bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.

Löwe wurde erschossen
Herbeigerufene Polizisten hätten nach dem Zwischenfall zunächst versucht, den Löwen zu betäuben. Nachdem mehrere Versuche fehlgeschlagen seien, sei das Tier erschossen worden, um die Leiche der jungen Frau sicher bergen zu können. Der Zoo zeigte sich „erschüttert“ über das Unglück.

„Sie starb, während sie ihrer Leidenschaft folgte“
Die Frau hatte erst vor Kurzem ihr Studium beendet. Sie sei eine Zooliebhaberin gewesen und wollte ein Leben lang mit Tieren arbeiten, sagte die Direktorin des Parks, Mindy Stinner, unter Tränen bei einer Pressekonferenz. Sie habe bereits bei mehreren Praktika mit Tieren zu tun gehabt, zuletzt etwa mit Wölfen, teilte die Familie des Opfers laut US-Medien mit. „Sie starb, während sie ihrer Leidenschaft folgte.“

Das Aufnahmezentrum für Wildtiere im US-Bundesstaat North Carolina (Bild: ASSOCIATED PRESS)
Das Aufnahmezentrum für Wildtiere im US-Bundesstaat North Carolina


Bei dem Angreifer handle es sich um einen männlichen Löwen namens „Matthai“, berichtete der Sender CBS unter Berufung auf Ermittler. Er sei vom Park zuvor als „von Natur aus ein wenig nervös“, beschrieben worden, hieß es weiter. In einer Auflistung der Löwen im Park fehlt mittlerweile der Name „Matthai“. Ein im Internet kursierendes Video des Parks (siehe unten) soll das Tier zeigen.

In dem Aufnahmezentrum leben rund 80 Wildtiere, darunter etwa 20 Großkatzen. Die meisten von ihnen seien von Behörden aus schlechten Lebensbedingungen befreit und dort untergebracht worden, heißt es auf der Internetseite des Parks. Der Zoo wurde vorübergehend für Besucher geschlossen.

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