"Kärn-Thema"

So hält Witwe Claudia Haider das Andenken hoch

Kärnten
03.02.2010 12:20
Seit dem Unfalltod des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider steht seine Witwe Claudia ganz besonders im Mittelpunkt. Insbesondere wenn blaue und orange Parteien aus dem freiheitlichen Lager um sein politisches Erbe buhlen. "Krone"-Chefredakteur Hannes Mößlacher analysiert in der Serie "Kärn-Thema" die Rolle Claudia Haiders.

Es ist schon peinlich, und es reicht längst; wie nämlich FPÖ, FPK, BZÖ und diverse Zwischengruppen und -grüppchen, getarnt als Namenslisten oder sonst etwas, noch immer versuchen, vom Erbe Jörg Haiders zu leben oder zumindest etwas in eine ungewisse Zukunft zu retten – was ob der derzeit stattfindenden posthumen Vergangenheitsbewältigung aber ohnehin nicht mehr so recht funktionieren mag.

Auch der letzte Funktionär muss einsehen, dass es ab sofort nur noch um eigene Leistungen geht. Das hilflose Plakat mit der Haider-Beschwörung im Vorfeld des FPK-Parteitages war wohl der letzte Akt dieses als Erinnerung getarnten Nachweinens. Dabei geht das mit dem Erinnern auch ganz anders.

Claudia Haider, die Witwe des Landeshauptmannes, zeigt allen ruhig und sensibel vor, wie. Sie hat sich nicht politisch vereinnahmen lassen, hat sich als Sozialreferentin des Landes, als die sie zuerst im Gespräch gewesen war, ebenso wenig einspannen lassen wie als mögliche Bundespräsidentschafts-Kandidatin.

Und sie ist natürlich nicht beim FPK-Parteitag aufgetaucht (wahrscheinlich war sie sicherheitshalber gar nicht eingeladen), und sie ist auch nicht bei der Gründung des Kärntner "BZÖ-Neu" anwesend gewesen. Wobei sie aus ihrer eigenen Sympathie ebenso kein Geheimnis gemacht hat. Aber eben nicht als "vor den Karren gespannte" Erinnerung.

Die Erinnerung hält sie anders hoch; in jener Art, die sie auch schon vor dem Tod von Jörg Haider gelebt hat. Dezent im Hintergrund. Sei es als Akteurin bei der Wahl zur "EVA" des Jahres, die sie ja seit zehn Jahren begleitet, oder jetzt mit der neugründeten "Jörg-Haider-Gesellschaft".

Da geht es neben der Person um Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen, Spenden und Stipendien für Bedürftige sowie Hilfe bei  Notfällen und Katastrophen.

von Hannes Mößlacher, Chefredakteur "Kärntner Krone"

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
03.02.2010 12:20
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung