2004 wurde die erste Windtec-Anlage in Deutschland in Betrieb genommen, seit 2008 drehen sich die ersten "Offshore"-Prototypen an der Küste von Shanghai – noch vor der Expo im Mai soll ein großer Park im Meer fertiggestellt werden.
100 Prozent mehr Leistung
Hatten die Windkraft-Entwickler aus Kärnten bislang Anlagen mit einer Leistung zwischen 600 Kilowatt und fünf Megawatt entwickelt, so soll künftig noch mehr Strom durch die Kraft des Windes erzeugt werden können. "Derzeit ist eine Anlage mit zehn Megawatt in der Entwicklungsphase. Vor allem bei Offshore-Projekten geht die Anlagenleistung immer weiter hinauf", erklärt Martin Fischer, der Chef der AMSC-Windtec Gmbh in Klagenfurt.
Megawatt-Anlage wird immer "leichter"
Ein großer Vorteil bei der Entwicklung der neuen Technik ist der direkte Zugang zur Supraleiter-Technologie, mit der sich die amerikanische Windtec-Muttergesellschaft American Superconductors beschäftigt. "Wir sind nach heutigen Studien in der Lage, mit dieser Technologie und unserem Design eine Zehn-Megawatt-Anlage mit dem Gewicht einer Fünf-Megawatt-Anlage zu bauen", schildern die Experten.
Die Technologie soll jedoch nicht nur Windräder revolutionieren, auch Hochspannungsleitungen können künftig durch supraleitende Kabel ersetzt werden – "das ist eine absolut notwendige Entwicklung, die vor allem im Bereich Effizienz von Leitungsnetzen zum Einsatz kommen wird", so Fischer.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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