Besonders der Betrug bei Internet-Auktionen bereitet den Ermittlern Kopfzerbrechen: Jeden zweiten Tag hat im Vorjahr ein Kärntner Anzeige bei der Polizei erstattet. "Die Opfer ersteigern und bezahlen Waren, die jedoch nie geliefert werden. Die Leute müssen einsehen, dass es keine Luxusautos um 3.000 Euro zu kaufen gibt", warnt Erwin Rogi vom Bereich Computerkriminalität der IT-Gruppe des Landeskriminalamtes Kärnten.
Die Täter sitzen meist im Ausland und sind in den seltensten Fällen dingfest zu machen – besonders bei Geldtransaktionen, die über die "Western Union Bank" laufen, sei Vorsicht geboten.
Spionageangriffe auf Firmen
Während die Anzahl von "Phishing Attacken" – bei denen Bank-Internetseiten gefälscht werden, um an Kundendaten zu gelangen – und getürkten E-Mails in Kärnten zurückgeht, droht dieses Jahr eine Welle von Spionageangriffen auf Firmen.
"Die Anzahl von gezielten Attacken auf Unternehmen, besonders im High-Tech-Bereich, nimmt stark zu. Über gefälschte E-Mails werden dabei Spionage-Programme versendet, mit denen Firmendaten ausgespäht werden können", warnt Otmar Lendl vom "Computer Emergency Response Team" in Wien.
Tausende Rechner noch infiziert
Der letzte große derartige Angriff passierte im Jänner 2009, als das Spionage-Programm "Conficker" Tausende Computer der Kärntner Landesregierung und der Spitäler lahmgelegt hat. "Nach wie vor sind in Österreich einige Tausend Rechner damit infiziert", so Lendl. Von den Autoren, die hinter dem Programm stecken, fehlt nach wie vor jede Spur – auch der eigentliche Auftrag des zerstörerischen Virus bleibt rätselhaft.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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