Fahrverbots-Urteile:

Gerichte bringen auch die Linzer Luft unter Druck

In Deutschland erringt die „Umwelthilfe“ ein Gerichtsurteil nach dem anderen über Altdiesel-Fahrverbote in Städten wie Köln, Bonn, Mainz und zuletzt Essen/Gelsenkirchen. Dort ging es um bis zu 49 Mikrogramm Stickstoffdixid je Kubikmeter Luft. In Linz waren es im Jahresmittel 2017 beim Römerbergtunnel 46 Mikrogramm. Auf ein Gerichtsurteil muss Oberösterreich aber weiter warten.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat nun das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen verpflichtet, auf Straßen in Essen und Gelsenkirchen - darunter ein Autobahn-Abschnitt  - in zwei Schritten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge unter Euro-6 einzurichten. Weitere Klagen der Deutschen Umwelthilfe anderswo sind noch nicht entschieden bzw. werden noch eingebracht.

Höchster Jahreswert in Essen mit 49 Mikrogramm
Der höchste Wert der Essener Messstationen lag 2017 im Jahresmittel bei 49 Mikrogramm direkt an der A40, beim EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm. An unserer Westautobahn A1 in Enns-Kristein betrug der Jahresmittelwert 2017 43,6 Mikrogramm und bei der Messstelle Römerberg in Linz 46,3 Mikrogramm.

Maßnahmenpaket bis Jahresende
Bis spätestens Jahresende soll ein Maßnahmenpaket zur Verringerung der Stickoxidbelastung unter 40 Mikrogramm bis zum Jahr 2020 stehen, hat Umweltlandesrat Rudi Anschober im April angekündigt. Oberösterreich muss aber nicht nur auf Maßnahmen weiter warten, sondern auch ein Gerichtsurteil, das ein Steyrer Anwalt erreichen möchte.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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