Nach Coup in Altstadt

Weiter keine Spur von brutaler Rammbock-Bande

Tirol
14.11.2018 09:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wer steckt hinter dem spektakulären Blitzeinbruch beim Innsbrucker Nobeljuwelier Witzmann? Die Ermittler tappen hinsichtlich dieser Frage weiter im Dunkeln. Fakt ist jedoch, dass hier keine Anfänger am Werk waren. Nun wird sogar befürchtet, dass es künftig vermehrt solche Rammbock-Coups geben könnte...

„Wir haben es hier mit höchst professionellen Tätern zu tun“, ist sich Chefermittler Christoph Hundertpfund sicher. Wie berichtet, rammten drei Unbekannte Montag gegen 4 Uhr Früh mit einem gestohlenen Auto den Eingangsbereich des Nobeljuweliers in der Innsbrucker Altstadt. Die Täter zertrümmerten dann Glasvitrinen und rafften Uhren im Wert von Hunderttausenden Euro zusammen. Nach dem Blitzcoup ergriffen die Ganoven die Flucht. Beim Dom ließen sie den Tatwagen zurück. „Von dort aus sind sie zu Fuß weiter geflüchtet. Denkbar wäre, dass die Täter schließlich irgendwo in ein weiteres Fluchtauto eingestiegen sind“, sagt Hundertpfund.

Zeugenhinweis verlief im Sand
Auch am Tag nach dem spektakulären Einbruch gab es noch keine Anhaltspunkte zu dem Verbrecher-Trio. „Wir sind dabei, Spuren und Videos auszuwerten. Bisher hat uns das aber nicht weitergebracht.“ Auch ein Zeugenhinweis sei leider im Sand verlaufen. Die Ergebnisse der chemischen Spurenanalyse stehen noch aus.

War das erst der Anfang?
Laut Hundertpfund sei es nicht auszuschließen, dass es künftig vermehrt zu solchen Rammbock-Aktionen kommt. Das Problem sei, dass viele Eingänge sehr leicht mit Fahrzeugen zugänglich seien. Boller könnten derartige Coups verhindern. 

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