Hypo-Ermittlungen
Ex-Bankchef Berlin nun im Visier des Staatsanwalts
Die Staatsanwaltschaft München teilte mit, dass die Ermittlungen auf weitere Personen ausgedehnt worden seien und neben dem Verdacht der Untreue auch weitere Straftatbestände untersucht würden. Zu den angeblichen Ermittlungen gegen Berlin wollte sich eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft jedoch nicht äußern. Sie bestätigte nur, dass die Ausweitung mehrere Personen betreffe.
Berlin bestätigt Ermittlungen nicht
Berlin war am Mittwoch auch über seine Vermögensverwaltung Berlin & Co für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der ehemalige Hypo-Chef hatte wiederholt betont, die Übernahme der früheren Kärntner Landesbank durch die BayernLB sei korrekt abgelaufen. Bisher richteten sich die Ermittlungen lediglich gegen den früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt.
Absichtlich zu viel gezahlt?
Die Münchner Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, ob die BayernLB unter Schmidts Führung beim Kauf der Hypo im Jahr 2007 absichtlich um 400 Millionen Euro zu viel zahlte. Neben Schmidt sollen laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" nun alle früheren Vorstandsmitglieder (darunter prominente CSU-Politiker), die am Kauf der Hypo Alpe Adria beteiligt waren, ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.
Milliardenkosten für Steuerzahler
Die Akquisition der Kärntner Hypo kostete den bayerischen Steuerzahler bisher über 3,7 Milliarden Euro. Der Freistaat hat die mit Milliardenverlusten kämpfende Hypo mittlerweile für einen symbolischen Euro an den österreichischen Staat verschenkt, um die selbst notorisch defizitäre BayernLB aus der Schusslinie zu holen. Die BayernLB wollte von den Hypo-Aktivitäten in Osteuropa profitieren, die lange mit hohen Wachstumsraten glänzten, sich in der Finanzkrise aber als Bumerang erwiesen.
Die Übernahme wird in den nächsten Monaten auch Gegenstand eines neuerlichen Untersuchungsausschusses im Münchner Landtag sein. Dabei soll der frühere Staatsanwalt und Richter Thomas Kreuzer (CSU) das Gremium leiten.







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