Vater wurde erpresst

Familienstreit , Teil II Freispruch für Tochter

Oberösterreich
01.11.2018 07:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Diese Familie, wenn man sie denn so nennen kann, kommt nicht zur Ruhe: Der Sohn beschuldigte 2017 seinen Vater des sexuellen Missbrauchs. Unberechtigt. Er wollte Geld vom Vater erpressen - und wurde wegen versuchter Erpressung verurteilt. Doch nun stand die Tochter im Verdacht, Beihilfe bei der versuchten Erpressung geleistet zu haben.

Der Vorwurf der Anklage: Am Telefon hätte sie zum Vater, der seine Unschuld beteuerte, gesagt: „Zahl halt, dann hast du deine Ruhe.“ Beim Prozess in Wels stand aber auch im Raum, dass sie Geld aus der Erpressung bekommen hätte sollen. Der herzkranke Vater ist inzwischen verstorben, doch der Rest der zerstrittenen Familie marschierte als Zeugen vor Gericht auf: die Ex-Lebensgefährtin des Gmundners ebenso wie die Ex-Gattin und Mutter der erwachsenen Kinder, und der Ex-Mann der Angeklagten. Die beschuldigte Frau sagte zu den Vorwürfen: „Ich wollte nur beschwichtigen. Bitte Papa zeig ihn nicht an.“

Jetzt geht es ums Testament
Der Prozess endete mit einem Freispruch - und der Ankündigung des Verteidigers, dass man nun das Testament anfechten werde. Die Familienfehde geht weiter

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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