Föhnsturm „Vaia“ hat sich gelegt, und am Morgen ist es jetzt schon empfindlich kalt. Doch von Väterchen Frost und Winter sind wir noch weit entfernt und da die ersten Novembertage außergewöhnlich warm bleiben, ist Oberösterreich weiter auf Temperaturrekord-Kurs. 2018 dürfte das wärmste Jahr der 252-jährigen Messgeschichte werden.
Es geht um den Rekord - wenn auch in negativer Hinsicht! Bleiben November und Dezember wärmer als „normal“, wird das Jahr 2018 das Jahr 2014 in Oberösterreich vom Thron als das „wärmste Jahr der Messgeschichte“ stoßen. Damals war es 1,7 Grad wärmer als im Schnitt der 252-jährigen Messreihe. „Das ist nur ein Vorgeschmack auf noch viel dramatischere Veränderungen“, sieht der grüne Umwelt-Landesrat Rudi Anschober schwarz - auch für unser Bundesland.
Regen bleibt weiterhin aus
Von den Regenmassen, die Orkantief „Vaia“ dem Süden Österreichs brachte, hat unser Bundesland nichts. So fehlen in Oberösterreich heuer bis zu 50 Prozent der Niederschläge - alle Grundwassermessstellen melden niedrige oder sehr niedrige Pegelstände. Am Freitag sieht ZAMG-Meteorologe Josef Haslhofer eine kleine Chance auf Regen, der aber „das Kraut nicht fett macht“.
Keine Spur von Väterchen Frost
Er weiß, dass der Winter blitzartig kommen kann, derzeit aber noch kein Väterchen Frost auf den Prognosekarten auftaucht, dafür an sonnigen Nachmittagen knapp 20 Grad möglich sind: „In den Nächten wird’s aber kalt, die eine Nacht, in der der Föhnsturm so durchgegriffen hat und es am Morgen teils um die 16 Grad hatte, bleibt die Ausnahme.“
Markus Schütz/Kronen Zeitung
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