24.10.2018 12:48 |

„Sehr komplex“

Syrien: Frankreich holt Dschihadistenkinder zurück

Frankreich beginnt mit der Rückholung von Kindern französischer Dschihadisten aus der Kriegshölle Syrien. Wie die Behörden in Paris am Mittwoch bekannt gaben, handelt es sich um insgesamt etwa 150 Fälle, einige der Kinder - die meisten von ihnen jünger als sechs Jahre -  sollen nun nach Frankreich zurückkehren, sofern ihre Mütter der Ausreise aus Syrien zustimmen. Ehemaligen Kämpfern der IS-Miliz sowie deren Frauen wird eine Rückkehr hingegen nicht gestattet.

In Frankreich lebende Angehörige haben die Behörden auf die meisten dieser Kinder aufmerksam gemacht, einige sind nach dem Sieg über den „Islamischen Staat“ in den Kurdengebieten Syriens gemeldet worden. In etlichen Fällen ist der genaue Aufenthaltsort der Minderjährigen nicht bekannt. Die Rückholung der Kinder dürfte auch wegen der fehlenden diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und der Regierung von Syriens Machthaber Bashar al-Assad schwierig werden.

„Eine sehr komplexe Angelegenheit“
„Wir haben damit begonnen, nach möglichen Wegen zu suchen. Es ist eine sehr komplexe Angelegenheit“, heiß es im französischen Außenministerium. Über das konkrete Vorgehen bei den Kindern werde von Fall zu Fall unterschieden.

Im Irak gehen die französischen Behörden den Angaben aus Regierungskreisen zufolge von drei Familien französischer IS-Anhänger aus. Insgesamt schätzt Paris die Zahl französischer Dschihadisten in Syrien und dem Irak auf 680. Mehr als 300 von ihnen sollen im Zuge der Kämpfe gestorben sein.

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