Mo, 19. November 2018

Große Personalnot:

16.10.2018 05:06

Oberösterreichs Spitäler brauchen 2500 Leute mehr!

Oberösterreichs Spitäler brauchen dringend mehr Personal, sind sich AK-Präsident Johann Kalliauer und Beschäftigtenvertreter Branko Novakovic einig. Untermauert durch eine neue Studie der Arbeiterkammer über die große Arbeitsbelastung fordern sie ein Plus von 20 Prozent, das wären 2500 Vollzeitbeschäftigte mehr, und in Köpfen gerechnet noch weit mehr.

Die Vorgaben für die Personalberechnung in den Spitälern stammten aus den 90er-Jahren und spiegelten viele neue Entwicklungen nicht wider, meint AK-Präsident Kalliauer. Zum Beispiel die immer kürzeren Verweildauern der Patienten im Spital, die zunehmend aufwändige Pflege von Demenzkranken, die enorm gestiegenen Dokumentationspflichten sowie die Ausfallzeiten beim Personal bis zu 28 Prozent.

Viele Hilferufe aus Abteilungen
Die Folge: Versorgungs- und Arbeitsqualität im  Krankenhaus sind unter massivem Druck, aber es gibt keine Aufstockungen: „Nicht selten vertraut die Politik darauf, dass engagierte Beschäftigte mit knappen Ressourcen und steigenden Anforderungen noch mehr Leistung bringen“, weiß man in der AK. Kepler-Uniklinikum-Betriebsratschef Novakovic, berichtet von zunehmenden spitälerinternen Hilferufen: „10 bis 15 Prozent der Abteilungen haben schon geschrieben, dass es ihnen so schlecht geht, dass sie nicht in der Lage sind, in der notwendigen Qualität weiterzuarbeiten. Sie brauchen Hilfe.“ Fazit: „Wir brauchen massive Erhöhungen der Personalstände.“

Auch Führungskräfte sind dankbar für Studie
All dies hat die AK mit einer Studie mit Tiefgang ergründet, für die auch 200 Interviews mit Beschäftigten in Spitälern geführt wurden. „Da haben selbst Führungskräfte gesagt: Na Gottseidank schaut’s ihr Euch das mal an“, erzählt Kalliauer. Aber wie zu mehr Personal kommen, wenn  der Arbeitsmarkt eng ist? Kalliauer: „Wenn die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung passten, gäbe es genügend Bewerberpotenzial.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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