Smec-Chef gefordert

Höhere Ansprüche der Jungen sind irrsinniger Motor

Oberösterreich
14.10.2018 11:30

„Gigolo“ oder „Kopfnuss“ steht auf den Boxen, in denen Nüsse verpackt sind. Manner-Waffeln liegen parat, auch Obst ist in Griffweite, wenn man das Büro von Smarter Ecommerce, kurz smec, betritt. „Wir machen hier keine künstliche Bespaßung“, so Jan Radanitsch, der den Online-Marketing-Spezialisten in Linz führt.

Die Tabakfabrik in Linz: Wer im Bau 1 im vierten Stock aus dem Lift aussteigt, steht wenig später vor dem riesigen smec-Schriftzug samt dem goldenen Plättchen, das an Kredit- und Bankomatkarten erinnert. Was passt! Denn irgendwie dreht sich ja bei Smarter Ecommerce auch alles um Bezahlen. Die Linzer sind darauf spezialisiert, die Werbung ihrer Kunden für die Google-Suche so zu optimieren, dass diese möglichst viel verkaufen. Große Mengen an Such-Eingaben werden dafür von der bei smec entwickeltem Software analysiert und die Textanzeigen der Kunden angepasst.

“Halte nichts von dem Begriff Work-Life-Balance“
Vor elf Jahren hat Jan Radanitsch mit Christian Gorbach smec gegründet, die auf 97 Mitarbeiter zählt. Wie er die Entwicklungen erlebt, dass Unternehmen sogar die Arbeitszeit reduzieren und Vollzeit-Gehälter bezahlen, um im Kampf um Fachkräfte zu punkten? „Ich halte nichts von dem Begriff Work-Life-Balance, man hat nur ein Leben - und davon ist Arbeit ein wichtiger Teil“, sagt Radanitsch.

„Besser ausgebildet als jemals zuvor“
Die jungen Menschen von heute erlebt der 42-Jährige als „besser ausgebildet als jemals zuvor“: „Sie haben höhere Ansprüche an die Führung und fragen sehr genau nach. Das kann ein irrsinniger Motor für Innovation sein“. Zusammenarbeit wird bei smec groß geschrieben: „Man ist alleine doch so viel unfähiger.“

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