Terrorangst
Terminal von US-Flughafen Newark abgeriegelt
Betroffene Flugreisende reagierten verärgert über die neue Sicherheitspanne nur zehn Tage nach dem vereitelten Flugzeuganschlag. "Ich bin wütend, weil es Organisationsfehler gab", sagte Alison Day, die mit ihrer siebenköpfigen Familie und einem Säugling stundenlang am Liberty International Airport auf ihren Abflug warten musste.
Nacktscanner bei Flügen in die USA
Im Ausland weiteten die US-Behörden als Reaktion auf den verhinderten Anschlag von Detroit ihre Sicherheitsvorkehrungen abermals aus. Ab Montag müssen alle Passagiere, die in die USA fliegen, mit dem elektronischen Abscannen ihres Körpers oder gründlichen Leibesvisitationen rechnen, erklärte die Behörde für Verkehrssicherheit.
Darüber hinaus werden alle Personen, die aus bestimmten Staaten einreisen wollen oder diese für den Transit genutzt haben, vor dem Abflug verschärft gescannt. Als Staaten, die den Terror fördern, führt das US-Außenministerium Kuba, den Iran, den Sudan und Syrien. Zu den anderen Ländern, deren Passagiere besonders überprüft werden, gehören Afghanistan, Algerien, der Irak, der Libanon, Libyen, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia und der Jemen.
Jemen im Visier der Terrorfahnder
Der Jemen ist besonders ins Visier amerikanischer und britischer Terrorfahnder geraten. In dem Land soll der verhinderte Attentäter vom 25. Dezember, Umar Farouk Abdulmutallab, ausgebildet und mit Sprengstoff versorgt worden sein. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte der 23-jähriger Nigerianer vor der Landung eines US-Flugzeugs in Detroit versucht, einen Sprengsatz zu zünden. Beherzte Mitreisende und Besatzungsmitglieder überwältigten ihn.
US-Präsident Barack Obama steht wegen des Anschlagversuchs unter massivem innenpolitischen Druck. Zu dem vereitelten Anschlag hat sich der Al-Kaida-Ableger im Jemen im Internet bekannt.
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