Fr, 14. Dezember 2018

Endlich Reichweite!

11.10.2018 15:00

BMW i3 gibt‘s künftig nur mehr ohne Range Extender

Nach und nach entwickelt sich der BMW i3 in die richtige Richtung. Das wahrscheinlich umweltfreundlichste Elektroauto der Welt war er von Anfang an, doch langsam, aber sicher bekommt er so viel Reichweite in die Akkus, dass er zu einer ernsthaften Alternative wird. Da ist es nur konsequent, dass BMW die Variante mit Reichweitenverlängerer aus dem Programm nimmt.

Der Range Extender war von vornherein eine widersinnige Einrichtung. Schließlich ist ein großer Vorteil des BMW i3, dass er für ein Elektroauto extrem leicht ist. Das liegt an seiner Carbon-Bauweise. Der 650-cm-Motorradmotor im Heck, der während der Fahrt die Batterien lädt, erhöhte das Gewicht um 120 kg. Deshalb hat der Hersteller von Anfang an empfohlen, diese Variante außen vor zu lassen und den rein batteriebetriebenen i3 zu bestellen.

Allerdings hatte der elektrische Münchner zu Beginn nur eine reale Reichweite von 130 Kilometern. Im Winter haben wir seinerzeit nur rund 100 Kilometer geschafft. Doch die Zeiten sind vorbei, jedenfalls für Kunden, die sich den auffälligen Kleinwagen erst jetzt kaufen. Ab November gibt es den BMW i3 mit 120-Ah-Batterie, also mit einer Kapazität von 42,2 Kilowattstunden. Die Münchner versprechen eine Realreichweite von 260 Kilometer, während sie die Normreichweite von 359 Kilometer nach NEFZ oder 310 Kilometer nach WLTP gar nicht an die große Glocke hängen. Mit diesem starken Akku liegt die mögliche Distanz bis zum Tankstopp nun auf dem Niveau der Range-Extender-Version.

Mittlere Reichweite bleibt im Angebot
Bereits vor zwei Jahren hatte BMW die Akkus upgegradet, von 60 auf 94 Ah, was für eine Realreichweite von 200 Kilometer sorgen sollte. Dieses verbesserte Batteriepack können die Besitzer der ersten Baureihe sogar nachrüsten, was allerdings fast 10.000 Euro kostet.

Die neueste Batteriegeneration lässt sich nun nicht mehr nachrüsten, die bekommt man nur, wenn man den mit ihr ausgerüsteten BMW i3 kauft. Kostenpunkt: ab 43.950 Euro für den 120-Ah-i3. Die 94-Ah-Variante wird ab 40.300 Euro weiter verkauft, den i3 mit 60-Ah-Batterie bekommt man beim BMW-Händler künftig nicht mehr.

In den USA und Japan liegt der Range-Extender-Anteil allerdings deutlich höher als bei uns; daher wird der Benziner-i3 für diese Märkte auch weiterhin produziert.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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