Rechte Terrorgruppen

Verfassungsschützer: „Gewaltbereitschaft nimmt zu“

Ausland
04.10.2018 15:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Aufmärsche in den Ost-Bundesländern in Deutschland - diese Bilder sorgen auch in Österreich für Entsetzen. Jetzt gibt der Präsident des Verfassungsschutzes im Bundesland Thüringen zu: „Alle Zutaten und Voraussetzungen für Rechtsterrorismus sind erkennbar!“

Die Worte von Verfassungsschützer Stephan Kramer sprechen eine deutliche Sprache. Er sehe Tendenzen hin zu einem neuen Rechtsextremismus, sagte er in Interviews mit mehreren Zeitungen. Die Strukturen seien bisher zwar nur in Ansätzen zu sehen, die jüngsten Ermittlungen des Generalbundesanwalts zeigten aber, „dass wir mit unserer Arbeitshypothese nicht falschliegen. Die Gewaltbereitschaft in der gesamten Szene nimmt zu.“ Es gebe eine „hohe Kampfsportaffinität, Körperertüchtigungen und Schießtraining. Das deutet darauf hin, dass sich die Szene auf immer mehr Gewalt einstellt.“

Angriffe auf Ausländer und politisch Andersdenkende geplant? 
Der Höhepunkt der rechten Aufmärsche war zuletzt in Chemnitz zu sehen. Dort habe der Generalbundesanwalt Mitglieder der rechtsextremistischen Terrorgruppe „Revolution Chemnitz“ festnehmen lassen. Die Männer wollten den Ermittlungen zufolge mit Gewalt gegen den Rechtsstaat kämpfen. Sie sollen Angriffe und bewaffnete Anschläge auf Ausländer und politisch Andersdenkende geplant haben.

„Zu den politisch Andersdenkenden zählen die Beschuldigten den Erkenntnissen zufolge auch Vertreter des politischen Parteienspektrums und Angehörige des gesellschaftlichen Establishments“, so die Bundesanwaltschaft.

Kronen Zeitung/krone.at

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